Was macht ein gutes und erfolgreiches Team aus? – Teil 1

Die Arbeit im Team sollte Spaß machen und uns dazu befähigen, gemeinsam unser Potenzial auszuschöpfen. Doch kollaboratives und erfolgreiches Arbeiten erfordert fruchtbare Bedingungen, damit die eure Zusammenarbeit gelingt…

Vertrauen und Zuverlässigkeit

Mit dem Vertrauen ist das immer so eine Sache, es entsteht leider nicht einfach so über Nacht und ist schneller wieder verloren gegangen als aufgebaut. Vertrauen zu erzeugen, erfordert Zuverlässigkeit und eine Haltung der Akzeptanz und Toleranz. Dies ist ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert und oftmals passiert es sehr schnell, dass eine Beziehung aufgrund von falschem Handeln oder Verhalten Risse erhält. Diese Risse wieder zu kitten, ist mühselig und langwierig, daher erfordert es wohlüberlegtes Handeln und Reflektieren über die Konsequenzen des eigenen Verhaltens. Werden Versprechungen und Absprachen nicht eingehalten, leidet vor allem das Gefühl der Verlässlichkeit und des Vertrauens darunter. Dies gilt es zu vermeiden. Daher sollten Absprachen und Versprechungen immer eingehalten werden, um eine stabile und vertrauensvolle Beziehung aufzubauen und zu erhalten.

Zugehörigkeit und Wertschätzung

Evolutionär bedingt sind wir Menschen soziale Wesen und auf Zugehörigkeit und Wertschätzung angewiesen. Wir sind in der Masse nicht dafür gemacht ein Dasein als Einzelgänger zu führen, sondern wollen Teil einer Gemeinschaft sein. Dies sorgt dafür, dass wir uns gegenseitig in unseren Stärken stärken und unsere Schwächen ausgleichen können. Anerkennung und Wertschätzung gibt uns das Gefühl wichtig zu sein und einen wertvollen Beitrag zu leisten. Nach dem Credo „Nicht geschimpft, ist schon genug gelobt“ zu handeln, ist völlig überholt und nicht mehr zeitgemäß. Wer Gutes leistet, dem darf man dafür auch danken und ihm ein Lächeln schenken. Das trägt dazu bei, bestärkt weiterhin die richtigen Dinge richtig zu tun.

Dafür eignet sich ein Schema aus der gewaltfreien Kommunikation, ursprünglich dafür gedacht um Kritik wertschätzend und nicht verletzend zu formulieren, ist dieses Schema auch hervorragend dafür geeignet um Lob als ein schönes Paket weiterzugeben (besser als der allseits beliebte Schulterklopfer gepaart mit einem „Das hast du gut gemacht!“):

  1. Beobachtung: Was wurde beobachtet? Wertfreies und urteilsfreies Beschreiben der Beobachtung, kein „das war gut oder jenes war schlecht“.
  2. Gefühl: Welches Gefühl hat die Beobachtung bei dir ausgelöst? Beschreibung des Gefühls „das hat mich sehr gefreut“.
  3. Bedürfnis: Sage was dir wichtig ist, in dieser Variante sollte das Bedürfnis normalerweise auch erfüllt sein und das darfst du auch gern sagen.
  4. Wunsch/Bitte: Formuliere deinen Wunsch oder deine Bitte. Wenn etwas gut gelaufen ist, dann kann das der Wunsch sein, in Zukunft so weiterzumachen.

Loyalität und innere Haltung

Loyalität geht Hand in Hand mit Vertrauen, nur wenn ich mir sicher sein kann, dass meine Teammitglieder und meine Führungskraft sich loyal verhalten, kann ich mich öffnen. Auch hier spielt die Haltung jedes Teammitglieds eine wichtige Rolle. Wenn jeder in der Lage ist, andere Meinungen und Denkweisen zu akzeptieren, ist ein großer Schritt schon getan. Das heißt nicht zwangsläufig, dass man das immer alles gut finden muss. Unter dem Leitsatz der sogenannten Zweinigung, den Vera F. Birkenbihl mal formulierte „We agree to differ“ (wir sind uns einig, dass wir in diesem Punkt uneinig sind), lebt es sich um einiges entspannter. Wir sollten es uns überlegen, ob wir Zeit und Energie darauf verwenden wollen, jemanden dazu zu bringen, unsere Meinung als die Richtige anzusehen oder uns über die Meinung des Anderen aufzuregen. Eine Zweinigung kann daher auch eine gute Lösung darstellen…

Lest nächste Woche den zweiten Teil des Blogbeitrages „Was macht ein gutes und erfolgreiches Team aus?“…