Was macht ein gutes und erfolgreiches Team aus? – Teil 2

 

Fragen wir Menschen, wie sie sich ein erfüllendes und sinnhaftes Arbeiten vorstellen, so erhalten wir häufig die Antwort, dass eine wichtige Anforderung auf jeden Fall die Zusammenarbeit mit anderen Menschen ist. Doch wie kann die Arbeit im Team erfolgreich werden und ein positives Arbeitsklima erzeugt werden? Dieser Frage sind wir schon in unserem ersten Teil dieses Blogbeitrages auf dem Grund gegangen und wollen ihn an dieser Stelle weiter fortsetzen…

 

Sinnhaftigkeit

Sinnhaftigkeit in dem was wir tun, ist nicht nur für jeden Einzelnen von uns inzwischen ein wichtiges Anliegen geworden. Auch die gemeinsame Arbeit und die Ergebnisse, die von einem Team erschaffen werden, sollten für jeden Einzelnen im Team sinnhaft sein. Das Gefühl einen wertvollen Beitrag zu einer großen Vision zu leisten, kann sehr beflügeln und motivieren. Sinnhaftigkeit in unserer täglichen Arbeit ist inzwischen ein sehr bedeutsamer Wert geworden, der auch für das Team klar herausgestellt werden soll.

 

Das gemeinsame Ziel und die gemeinsame Vision

Ziele und eine große Vision gehen Hand in Hand mit dem Themenpunkt Sinnhaftigkeit. Fehlen einem Team klar definierte Ziele und eine Vision, kommt dies einem Segelschiff ohne Ruder gleich. Zwar bläst der Wind in die Segel, doch das Schiff ist nicht in der Lage, zielgerichtet auf Kurs zu kommen und zu bleiben. Ziele und Visionen sollten auch immer mal wieder abgeglichen werden. Dafür kann es sehr wertvoll sein, sich auch mal gemeinsam als Team regelmäßig einen Ziele- und Visionstag einzuräumen und klar zu definieren, wohin die Reise gehen soll und wie es sich anfühlen soll, wenn das Team ein gemeinsames Ziel erreicht hat. Und natürlich könnt ihr euch auch überlegen, wie ihr erreichte Ziele gemeinsam feiern könnt.

 

Rollenklarheit

Um Missverständnisse und Unklarheiten zu vermeiden, ist es unerlässlich, klare Rollen zu definieren und festzulegen, wer welche (Entscheidungs-)Kompetenzen und Aufgaben hat. Sind diese Aspekte nicht hinreichend geklärt, führt dies häufig dazu, dass bestimmte Dinge gar nicht oder doppelt erledigt werden. Darüber hinaus kann es auch sinnvoll sein, entgegen einer sonst klar definierten Hierarchie, denjenigen entscheiden zu lassen, der in dem jeweiligen Aufgabengebiet Expertenstatus hat. Dieser Aspekt ist insofern interessant als dass ihr die Ressourcen eures Teams bestmöglich nutzt. Mit einem klar gesetzten Regelwerk (Wie wollen wir miteinander umgehen?) ist dies relativ einfach realisierbar.

 

Diversität

In diversen Studien wurde nachgewiesen, dass gemischte Teams erfolgreicher sind als homogene Teams. Dieser Aspekt bezieht sich oft leider nur auf die Verteilung von Männern und Frauen in Teams, jedoch lässt sich dieser Aspekt auch weiter ausdehnen. Was spricht dagegen unterschiedliche Kulturen bzw. Nationalitäten in einem Team zu vereinen? Nichts!!! Denn es fördert die Flexibilität eines jeden Einzelnen und erfordert Empathie und Toleranz.

Ein weiterer Grund dafür, dass gemischte Teams i.d.R. erfolgreicher sind, ist der Ausgleich von Stärken und Schwächen. Teams in denen tendenziell mehr Männer vertreten sind, neigen eher zu risikoreichen Entscheidungen während dieser Aspekt bei Teams, die überwiegend mit Frauen besetzt sind, sich genau gegenteilig auswirkt.  Frauenteams neigen dazu weniger riskante Entscheidungen zu treffen und dadurch Chancen zu vergeben. Eine bunte Mischung in Teams sorgt für einen Ausgleich der jeweiligen Verhaltensweisen und Eigenschaften, sodass sich letztlich ein gesundes Mittelmaß einpendelt. Teams gezielt effektiv und sogar effizient zusammenzustellen und zu entwickeln ist keine Nebenaufgabe sondern klare Führungsaufgabe und sollte daher nicht dem Zufall überlassen werden. Als Führungskraft entscheidet ihr selbst über die Performance eures Teams. Was ist euch lieber: Zufall oder die bewusste Entscheidung für Erfolg, den man gemeinsam genießen darf?

 

Lest im nächsten Beitrag:

Die Arbeitswelt im Jahr 2018 – Was macht euer Unternehmen zum Magneten für High Potenitals?